Parodontitis
Entzündung des Zahnhalteapparates
Die Parodontitis ist eine bakteriell bedingte Entzündung, die sich in einer weitgehend irreversiblen Zerstörung des Zahnhalteapparates (Parodontium) zeigt.
Die Parodontitis wird wie die Gingivitis durch bakterielle Plaque (Zahnbelag) ausgelöst, einem zäh anhaftenden Biofilm (Bild 2). Hauptunterscheidungsmerkmal ist der bei der Parodontitis vorhandene röntgenologisch nachweisbare Knochenabbau, während die vertieften Zahnfleischtaschen bei der Gingivitis durch die entzündliche Schwellung der Gingiva zustande kommen (Bild 2 und 4).
In den meisten Fällen handelt es sich um ein chronisch schubweise verlaufendes Geschehen. Dieses tritt vorwiegend bei Erwachsenen auf, ist nur selten schmerzhaft und führt, von den Betroffenen zumeist unbemerkt, erst nach Jahren zu Zahnlockerungen und Zahnverlusten.
Therapie der Parodontitis
Die Therapie besteht heute darin, den Entzündungszustand des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates zu beseitigen und Plaque und Zahnstein, sowie entzündungsfördernde Faktoren zu beseitigen. Die Behandlung gliedert sich in verschiedene Phasen, in denen unterschiedliche Maßnahmen ergriffen werden können.
Da es sich bei der Parodontitis um eine chronische Erkrankung handelt, ist eine sorgfältige, gewissenhafte Mundhygiene und eine regelmäßige Nachsorge (Recall mindestens 2 bis 4 mal im Jahr) mit professioneller Zahnreinigung (PZR) sehr zu empfehlen.

